#71 Muss ich die Welt retten?
Shownotes
Warum reagieren Menschen auf dieselbe Situation völlig unterschiedlich? Warum übernehmen manche Verantwortung, während andere sagen: „Dafür bin ich nicht zuständig“? Und wo liegen eigentlich die Grenzen dessen, was wir verändern können?
In dieser Podcast-Folge werfen Stefan Schwabeneder und Andi Weiss einen Blick auf drei entscheidende Filter, durch die wir unsere Umwelt und die Herausforderungen des Lebens wahrnehmen: • Bin ich verantwortlich – oder nicht? • Kann ich etwas verändern – oder nicht? • Ist es ethisch richtig – oder nicht?
Diese drei Fragen beeinflussen täglich unsere Entscheidungen, unser Handeln und unseren Blick auf die Welt. Gemeinsam gehen wir ihnen auf den Grund und fragen: Wann kann und sollte ich Verantwortung übernehmen? Was liegt tatsächlich in meinem Einflussbereich? Und wie hilft uns eine ethische Perspektive dabei, gute Entscheidungen zu treffen?
Außerdem beschäftigen wir uns mit einer großen Frage unserer Zeit: Müssen wir die Welt retten – und wenn ja, wo sind die Grenzen unserer Verantwortung?
Zum Abschluss gibt Martina Weiss wieder einen praktischen Impuls für den Alltag. Sie zeigt, wie wir unsere Umgebung bewusster wahrnehmen können und warum schon kleine Veränderungen in unserer Sichtweise einen großen Unterschied machen können.
Eine Folge für alle, die bewusster leben, Verantwortung übernehmen und die Welt mit neuen Augen sehen möchten. Jetzt reinhören und entdecken, wie drei einfache Filter unsere Wahrnehmung – und vielleicht sogar unser Leben – verändern können.
Hier geht es zur aktuellen Folge: www.gerne-montag.de/podcast. Eine Folge über Sinn, Arbeit und die Frage: Was nährt uns wirklich? Jetzt reinhören. Ihr habt Themenwünsche oder wollt uns eine Rückmeldung geben? Schreibt uns an podcast@gerne-montag.de Gerne kommen wir auch einmal in Eure Firma und gestalten für Euch und Eure Mitarbeitenden einen motivierenden Abend! Schreibt uns an team@gerne-montag.de Ihr sucht eine 1:1-Unterstützung in Eurem (Arbeits-)Alltag oder müsst gerade eine Krise meistern? Gerne unterstützten wir Euch! www.gerne-montag.de/anfrage Buch-Tipp: Impulsbuch: "Nie wieder arbeiten! - Impulse, die dir helfen, das zu lieben was du tust!" www.gerne-montag.de/impulsbuch Weitere Infos unter: www.gerne-montag.de „gerne Montag“ – der Podcast über Sinn, Gewohnheiten und neue Perspektiven.
Transkript anzeigen
00:00:00: So, wieder drehen wir diese wunderbare Sanduhr um ein grüner Sand mit Geräuschen.
00:00:10: Dieses Geräusch machte Andy Weiß!
00:00:12: Und Stefan Schwaben, der staunt über das Riesel des Sand-Uhr.
00:00:16: Total!
00:00:18: Hier ist gerne Montag der Podcast gegen den Sonntagsblues und wir haben letzte Woche festgestellt es gäbe vielleicht gibt's mehr.
00:00:25: aber es gibt drei Filter in unserem Leben was die Wahrnehmung unserer Umgebung unsere Umwelt...
00:00:32: Also man muss dazu sagen es gäbt viel viel mehr.
00:00:34: aber wir haben ja nur zehn Minuten Zeit.
00:00:35: eben das
00:00:36: Problem.
00:00:36: genau deswegen haben gesagt okay wir haben jetzt drei Filter genannt.
00:00:40: erste Filter Bin ich verantwortlich oder nicht?
00:00:43: In meinem Leben, grundsätzlich.
00:00:45: Das Zweite ist kann ich es verändern oder nicht?
00:00:47: und das Dritte ist wie sieht's mit der Ethik aus?
00:00:50: Ist das was ich tue oder nicht tue ethisch verträgtbar?
00:00:54: Grundsätzlich Wir können jetzt mal alle Filter eigentlich so durchgehen.
00:00:57: wir können sagen bin ich verantwortlich oder Nicht So für irgendetwas?
00:01:02: Und da kommt mir in den Sinn Wenn man jetzt zum Beispiel spendet.
00:01:08: Man spendet jetzt, man beginnt irgendwo in einem Land Geld hinzugeben an eine Organisation alles fein also nichts komisches und steht auch dahinter hat ein gutes Gefühl natürlich so und dann aber kommt irgendwann mal wenn man da nicht mehr hingibt ein schlechtes Gewissen vielleicht so.
00:01:29: Aber grundsätzlich habe ich ja mit dem was dort ist.
00:01:33: es ist ja nicht meine Verantwortung.
00:01:35: Wie geht es in einem anderen Land zu, wenn ich da nichts mehr hingebe oder wie auch immer?
00:01:41: Oder ist das eine Verantwortung weil ich das mal genommen habe.
00:01:44: Also weil ich begonnen habe mich für eine Sache zu interessieren die aber in meinem täglichen Leben eigentlich nicht stattfindet hab' ich dann die Verantwortung weil sie genommen
00:01:53: haben.
00:01:56: Du stellst mich doch voll!
00:01:58: Ich finde's tatsächlich...
00:01:59: Du hast noch eineinhalb
00:02:00: Stunden... Also ich find's tatsächlich eine Herausforderung weil ich glaube Diese Frage kann so überfordern, dass man sagt ab jetzt stelle ich alle Zahlungen ein.
00:02:13: Weil ich glaube erstmal... Ich glaube ich kann Verantwortung erst mal nur wahrnehmen wenn ich merke, ich kann die Welt nicht retten.
00:02:23: Ich glaube das ist erstmal der Zusammenbruch und es ist erstmal Schmerz erst mal den Schmerz aushalten muss.
00:02:30: Für mich war das immer wieder, ich stichworte auch Hilfsorganisationen nicht, aber engagiere mich ja für Opportunity International.
00:02:35: die arbeiten weltweit mit Kleinkrediten und du kannst da... als Frau kannst du dahin kommen bist näherer als Beispiel kriegst ein Kleinkredit für eine Nähmaschine als Beispiel so.
00:02:47: und dann kannst du in Geschäfte öffnen und zahlst diesen Kredit zurück und dann kannste deine Familie ernähren.
00:02:52: es hat ne Auswirkung von deinem Dorf.
00:02:55: Da war ich jetzt schon mehrmals in Indien unterwegs im Bangladesh und hab gemerkt, der Weg hin waren Crash.
00:03:05: Also du tauchst aus deiner westlich kommenden Welt ins Lamm ein, in Umstände ein.
00:03:12: so das ist ein Crash.
00:03:14: aber ich fand den Weg zurück einen größeren oder schwierigen Doppelcrash.
00:03:19: warum?
00:03:20: Nämlich der Moment, du kommst zurück, merkst und siehst zum Beispiel in elendsten Momente zehn Kinder mit irgendwelchen Papierfußbällen die sich aus irgendwelcher Schnüren zusammengebunden haben lustigst spielen.
00:03:32: Und bemitleidigst eigentlich aufs der Ferne die deutschen Kinder zu Hause, die schon kaputten Handydäumen haben weil es gelangweilt sind.
00:03:38: war das nächste Spieler nicht released ist so ja?
00:03:41: Das ist das!
00:03:42: Und dann denkst du komm's zurück und dann wirst du ganz anders deine Umwelten waren.
00:03:47: Du wirst dankbarer sein, du wirst das machen.
00:03:49: das verändern wir auch immer.
00:03:50: Und der zweite Schockmoment ist eigentlich, dass es ein paar Tage nur dauert also bei mir bis das Momentum in den du lebst wieder einfach eine Selbstverständlichkeit ist, ne Logik ist.
00:04:03: und von dem her glaube ich ist diese Frage so schwierig.
00:04:07: man zerbricht erstmal dran weil wenn man sich nun mal in einen Dorf reingibt Ja, du könntest ja eigentlich dein ganzes Gehalt jedes Mal komplett einfach nur rüberschieben und du würdest es aber noch nicht die Welt verändern.
00:04:18: So ist die Frage was verändert die Welt?
00:04:20: Manchmal ist es ja der kleine Flügelschlag und nur die eine Person, die dir unterstützt, die dann ihren Weg gehen kann und wiederum... Also das hat ja schon große Auswirkungen!
00:04:28: Ich glaube Verantwortung kann man nur absolut selektiv wahrnehmen weil sonst zerbricht man am Weltschmerz oder am am Leid dieser Welt.
00:04:38: Das heißt, brauche ich um jetzt wirklich Verantwortung übernehmen zu kommen auch das Endergebnis?
00:04:44: Also wenn ich jetzt sage okay kann jetzt da was hingeben, da etwas machen und so aber ich kriege ja nicht ein Endergebenes weil ich kann die Welt jetzt nicht retten und ich weiß nicht was der Flügelschlag vielleicht irgendwann mal für Auswirkungen haben wird.
00:04:57: Aber Ich kann zum Beispiel Wenn ich jetzt Papa bin Kann ich den Weg meines
00:05:02: Kindes
00:05:03: kann ich sehr wohl sehen und kann Verantwortung übernehmen, kann dann Verantwortung auch ändern.
00:05:10: Kann man das vielleicht so runter definieren?
00:05:12: Dass ich sage... Das wo ich ein Endergebnis sehe da kann ich auch Verantwortung in dem Sinne übernehmen dass sie es wirklich an mich nehmen und das andere ist halt my nice to have oder
00:05:24: gut zu machen.
00:05:24: Ja ja und überhaupt.
00:05:25: also ich mich hatte schon bewegt.
00:05:27: als Beispiel wir haben bei einem Release-Konzert vor vielen Jahren mal einen Betrag X gesammelt.
00:05:35: Und dann war ich ... glaubt ein Jahr später in Indien und das war crazy, weil wir haben eine Gruppe besucht auf dem Land.
00:05:42: Eine Gruppe von Frauen.
00:05:43: die kamen alle zwei, drei Hundert Kilometer weit angereist.
00:05:47: Die haben sich zur Gesundheitsberaterin ausbilden lassen und die haben alle... Und es war tatsächlich das Geld dass wir da gesammelt hatten.
00:05:53: Die hatten alle mitten auf dem Lebewohnensitzen, hatten sie alle ihr Tablet dabei.
00:05:57: ja so mit diesen Tablets halten die Kontakt zum Tele-Doktor also das heißt dieses Tablet ermöglichte.
00:06:04: die kommen dann dorthin ins Dorf haben ihr Tablet dabei, wird die Person XY untersucht.
00:06:11: Die messen dann Blutdruck und solche Sachen.
00:06:13: Und der Tele-Doktor, der wir hunderte Kilometer weit entfernt, wie er tablett, WLAN ist ja da!
00:06:19: Die meisten Leute am Handy aber kein sauberes Wasser, das ist echt crazy so... Also eine WLAN Verbindung da?
00:06:24: Und die haben plötzlich die Möglichkeit für einen Arztbesuch.
00:06:27: Und da gibt es ein Bild, glaube ich auf der Homepage bei mir.
00:06:29: Da sitze ich mit denen da und dann lachen die anderen haben ihre Tabletzern... Das war ein Moment!
00:06:35: Wir haben nicht die Welt gerettet.
00:06:37: Aber zu sehen dass da dreißig Frauen da sitzen,
00:06:42: die
00:06:42: täglich ganze Dörfer besuchen können und täglich X-Leuten dadurch einen Arztbesuch ermöglichen?
00:06:48: Wir haben die Welt nicht gerettelt.
00:06:50: Aber das war ein kleineren Welt.
00:06:52: Derrenwelt!
00:06:53: Genau, der Sportspieler hatte ich gerade.
00:06:55: Aber deren Welt?
00:06:56: Ja,
00:06:57: deren Umstände.
00:06:58: Und wenn ich glaube die Welt retten zu müssen, dann werde ich dran kaputt gehen.
00:07:03: Aber so wie ich eine Welt habe, meine Welt habe... So kann ich glaube ich Verantwortung für die kleine Welt eines anderen Menschen wahrnehmen.
00:07:13: und wenn ich das mache werde ich plötzlich zum großen Weltveränderer.
00:07:18: Da muss sich nicht Martin Luther King heißen, da muss ich nicht Mutter Teresa heiße wie auch immer.
00:07:21: Aber meine kleine Welt in meiner kleinen Welt wartet ein Mensch.
00:07:25: der muss nicht in Indien sitzen oder wo auch immer sondern der kann vielleicht in einer Nachbarschaft sitzen, der kann in der eigenen Familie sitzen, er kann mir im Großraumbüro gegenüber sitzen, Der kann mehr im Zug gerade gegenüber sitzen.
00:07:35: Er kann auf der Parkbank sitzen während... Keine Ahnung wo der sitzt!
00:07:39: In meiner kleinen welt wartet einen kleiner mensch oder ein großer Mensch, für den ich gerade Verantwortung übernehmen kann.
00:07:47: Und ich glaube nicht dass es nur einen Menschen gibt der nicht so einen Menschen hat in seinem Leben, für denen er jemand sein darf.
00:07:57: und jetzt gehen wir sogar noch eins größer.
00:08:00: selbst der Mensch der vielleicht auf dem Sterbe betliegt, der Mensch im Koma liegt.
00:08:06: also jetzt nehmen wir mal eine Extremsituation.
00:08:09: Selbst der kann gerade für einen anderen Menschen der Moment sein, dass er sich an diesen Menschen hingibt und darin Sinn findet.
00:08:16: Und darin seine Antwort geben kann.
00:08:18: Den braucht es in dem Moment auch denjenigen, der da gerade auf dem Sterbepett legt.
00:08:21: Derjenigen, der gerade im Koma legt, Querschnitts geliebt oder so.
00:08:25: jetzt nehmen wir mal ein Extrembeispiel.
00:08:26: Also der offensichtlich scheinbar jetzt gar nicht was machen kann.
00:08:30: Selbst den braucht's, der trägt etwas dazu bei um eine Antwort zu geben in der Welt.
00:08:35: Das wäre also der Filter, den wir gesagt haben Wofür bin ich verantwortlich?
00:08:41: Dass wir uns vielleicht sogar täglich die Frage stellen in der Früh, wenn wir aufstehen.
00:08:46: Woför bin ich denn verantwortliche und wofür nicht?
00:08:50: Und sagt dann okay was du sagst eben meinen Wirkungskreis da bin Ich verantwortlichen bin verantwortlicher.
00:08:55: wenn ich aus der Tür gehe und geh in einem Bus bin ich Verantwortlichkeit für dich.
00:08:59: um mich herum sitzen Verantwortlichen dem Sinne was ich machen kann Und dann kann ich Dinge auch verändern auf dieser Welt und kann auch sagen, Moment aber dafür bin ich jetzt nicht verantwortlich.
00:09:12: Und ganz ehrlich das hört sich jetzt gerade ganz bös an und ist auch so hart gemeint wie es klingt.
00:09:17: Manchmal ist die Frage so wichtig sie vielleicht ein zweites Mal zu stellen Ist das wirklich meine Verantwortung?
00:09:23: Und wo übernehme ich manchmal Verantwortung?
00:09:27: mach etwas und nehme dadurch, weil ich gerade für den Bereich Verantwortung wahrnehme, da auf die Straße gehe oder da laut bin.
00:09:36: Nehme ich die Ausrede in Kauf eigentlich mir die Finger nicht dort schmutzig zu machen wo ich gebraucht werde?
00:09:42: Und nehme aber jemand anderem seinen Verantwortungsbereich weg sogar.
00:09:47: Oh das ging jetzt tiefer als ich gedacht habe.
00:09:49: Jetzt muss man
00:09:49: schnell Schluss machen!
00:09:50: Martina schnell kommen bitte!
00:09:53: Wir brauchen ein Tipp von dir!
00:09:54: Ja,
00:09:56: danke.
00:09:58: Ihr habt mir jetzt einen ganz schönen Knotenknoilball hingeworfen und ich soll den entwürren oder was?
00:10:04: Da brauche ich mal ein bisschen Mut zur Lücke aber macht nichts!
00:10:07: Ihr liebe Hörer dürft ihr gerne mitdenken ergänzen und uns eure Gedanken schicken Und wenn man nicht über solche Sachen nachdenkt wird die Welt ja auch nicht besser oder greifbarer.
00:10:19: Ich liebe in dem Zusammenhang ja übrigens den Begriff Koherenzgefühl nach Aron Antonowski.
00:10:25: Das ist das Gefühl, dass das Leben irgendwie verstehbar, bewältigbar und sinnvoll ist – selbst wenn es nicht leicht ist!
00:10:34: Also ich verstehe halbwegs was passiert?
00:10:37: Ich kann irgendwie damit umgehen und es hat einen Sinn mich damit auseinanderzusetzen.
00:10:43: Das passt eigentlich ziemlich gut zu eurem Verantwortungs- und Weltschmerztema.
00:10:48: Wenn Menschen nur Leid sehen, aber keine Verstehbarkeit, keine Handlungsmöglichkeit und keinen Sinn entsteht schnell Überforderung oder Rückzug.
00:11:00: Kohärenzgefühle wäre dann eher.
00:11:03: ich kann nicht alles lösen, aber ich verstehe meinen kleinen Handlungsspielraum und mein Beitrag hat Bedeutung.
00:11:11: Aber zurück zu eurem Knotenknäuball aus Ethik, Psychologie, Schuld und Mitgefühl.
00:11:16: Philosophisch laufen da für mich im Grunde vier Fragen durcheinander.
00:11:20: A. Bin ich schuld am Leit anderer?
00:11:23: B habe ich trotzdem Verantwortung.
00:11:26: C wo mache ich eigentlich einen Unterschied?
00:11:30: Und D wie findet man jetzt eine gute Mitte?
00:11:32: also a bin ich schult am leid anderer?
00:11:34: meistens nein nicht direkt, aber daraus folgt noch nicht automatisch.
00:11:41: dann geht es mich auch nichts an.
00:11:43: B habe ich trotzdem Verantwortung und da gibt's unterschiedliche Antworten.
00:11:47: Es gibt die Pflichtethik, die besagt wenn du helfen kannst ohne dich selbst zu zerstören gibt es eine Verantwortung zur Hilfe.
00:11:58: oder es gibt den Utilitarismus Wenn Du mit wenig Aufwand viel Leid verringern kann.
00:12:07: Und dann gibt es noch den Ansatz der begrenzten Verantwortung.
00:12:12: Der Mensch ist endlich, niemand kann alles tragen!
00:12:15: Das ist kein Zunismus sondern es geht um menschliche Kapazität.
00:12:20: und bei C, wo mache ich eigentlich den Unterschied?
00:12:24: Könnten wir uns fragen, mache ich den Unterschied nach Nähe?
00:12:27: Also wer steht mir am nächsten was der Stefan überlegt hatte.
00:12:31: Nach Sichtbarkeit?
00:12:32: kriege ich denn mit wie es weitergeht oder wie's ausgeht oder mache ich einen Unterschied nach Emotion.
00:12:39: Stefans Gedanke von Mit seinem Sohn zeigt etwas sehr menschliches wäre gern stärker auf konkrete sichtbare Verantwortung als auf abstrakte.
00:12:48: Massenschicksale ist ja logisch.
00:12:51: Psychologisch ist das total normal Philosophisch, da wären wir jetzt noch nicht am Ende der Diskussion.
00:12:58: und damit kommen wir zu D. Wie findet man eine gute Mitte?
00:13:03: Darum geht es ja sehr oft eigentlich bei den Podcasts vielleicht so.
00:13:07: ich bin nicht für alles verantwortlich aber Ich bin verantwortliche dafür wie ich mit meiner begrenzten Einflusskraft umgehe.
00:13:16: Nicht ich muss die ganze Welt retten sondern Was mache ich mit meinem Stück Handlungsmacht?
00:13:25: Und da fand ich an dieses Projekt Erfahrung eigentlich stark.
00:13:29: Wir haben zwar nicht die Welt gerettet, aber deren Welt in diesem Moment verbessert.
00:13:34: Verhaltenstherapeutisch würde man jetzt fragen wie geht man mit Weltschmerz um?
00:13:40: ohne zuzumachen Die Falle ist oft Mitleid erzeugt Überforderung Erzeugt Schuldgefühl Rückzug und manchmal, wenn es blöd läuft sogar Zynismus.
00:13:54: Was dann schade ist!
00:13:56: Und dabei kann hilfreich sein drei Bereiche zu unterscheiden Kontrolle Einfluss- und Mitgefühl ohne Kontrolle.
00:14:05: Kontrolle heißt mein Verhalten, meine Zeit Mein Umgang, mein Geld, meine Stimme.
00:14:11: Das ist das was ich kontrollieren kann.
00:14:14: Mein Verhalten kann ich kontrollieren.
00:14:16: Meine Zeit, meinen Umgang mit einer Sache, mein Geld und meine Stimme.
00:14:22: Einfluss, Familie-, Arbeit-Umfeldprojekte Ich habe Einfluß auf meine Familie, auf meiner Arbeit, auf meinem Umfeld und auf verschiedene Projekte.
00:14:33: Und Mitgefühl ohne Kontrolle.
00:14:36: Da geht es um so etwas wie Kriege, globale Katastrophensystemprobleme.
00:14:41: Das muss nicht alles in meinen Aktionsbereich Und psychologisch hilft dann oft klein, konkret und wiederholbar.
00:14:50: Nicht ich sollte mehr für die Welt tun sondern vielleicht eine Organisation unterstützen.
00:14:57: Eine Stunde helfen einem Menschen im Alltag unterstützen einen Nachbarn irgendwas oder?
00:15:04: Ich war heute in der Fußgängerzone und vor dem Brillengeschäft habe ich ne Box gesehen wo man alte Brillen reinlegen kann fand ich extrem cool, weil was mache ich mit einer alten Brille die mir nichts mehr bringt?
00:15:19: und trotzdem kann ich jemandem anderen damit helfen.
00:15:23: Also Mini-Schritte verhindern moralische Lähmung.
00:15:27: Hypnotherapeutisch würde man vielleicht noch eine ganz andere Frage stellen.
00:15:32: nicht wie übernehme ich maximal Verantwortung sondern Welche Form von Verantwortung passt eigentlich zu mir?
00:15:42: und wann habe ich schon erlebt, dass mein kleines Tun wirklich Wirkung hatte?
00:15:48: Weil Menschen handeln oft eher aus erlebter Wirksamkeit als aus Schuld.
00:15:54: Wenn ich das Gefühl hab war cool da habe ich was zerrissen.
00:15:56: dann mache ich es nochmal.
00:15:57: wenn mich einfach nur schlecht fühle versuche ich das zu vermeiden in Zukunft.
00:16:02: Und zum Schluss mag ich tatsächlich die Idee einer Tadarkiste statt einer To-do Liste, also eine Tadarliste der gelebten Verantwortung sozusagen.
00:16:14: Nicht sammeln was man noch alles tun müsste sondern sichtbar machen was schon da ist!
00:16:20: Deine Tadarliste könnte es so aussehen heute habe ich Verantwortung übernommen.
00:16:25: für Heute habe ich jemanden angerufen, dem es schlecht ging.
00:16:56: was Menschliches, wenn man gar nichts trägt.
00:16:59: Und vielleicht liegt es Richtige irgendwo dazwischen?
00:17:04: Ja, den nehmen wir mit!
00:17:06: Danke!
00:17:07: In die neue Woche.
00:17:09: das war gerne Montag.
00:17:10: euer Podcast gegen den Sonntagsblues mit Andi Weiß und
00:17:13: Stefan Schwachmeder
00:17:15: Habt eine schöne Woche eigentlich.
00:17:16: Und falls ihr auch noch Themen habt oder Falls ihr Feedback geben wollt, tut das am besten
00:17:22: über TeamEd gerne.
00:17:26: Wir freuen uns drauf und bis nächste Woche!
00:17:28: Tschüssi.
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