#69 Die Macht unserer Bewertungen

Shownotes

Zwischen Meinungen, Bewertungen und schnellen Urteilen verlieren wir oft den Blick für das Wesentliche. In einer Welt, in der ständig kommentiert, beurteilt und eingeordnet wird, entstehen Dynamiken, die unsere Wahrnehmung prägen – oft, ohne dass wir die Hintergründe wirklich kennen.

Genau darum geht es in der aktuellen Folge von „gerne Montag“: Stefan Schwabeneder und Andi Weiss schauen hinter die Mechanismen von Bewertung, Gruppendruck und subjektiven Urteilen. Sie fragen, wann eine Beurteilung noch sachlich ist – und ab welchem Moment Emotionen unser Urteilsvermögen beeinflussen. Dabei wird deutlich, wie sehr die Schnelligkeit der heutigen Medienwelt unser Denken verändert: hektischer, kleinteiliger und oft unübersichtlicher.

Zum Abschluss gibt Martina Weiss einen einfachen, aber wirkungsvollen Impuls für den Alltag – und zeigt, wie wir im Umgang mit anderen Menschen zufriedener und gelassener werden können. Eine Folge über Wahrnehmung, Emotionen und den bewussten Umgang mit Urteilen – hör rein und entdecke neue Perspektiven.

Hier geht es zur aktuellen Folge: www.gerne-montag.de/podcast. Eine Folge über Sinn, Arbeit und die Frage: Was nährt uns wirklich? Jetzt reinhören. Ihr habt Themenwünsche oder wollt uns eine Rückmeldung geben? Schreibt uns an podcast@gerne-montag.de Gerne kommen wir auch einmal in Eure Firma und gestalten für Euch und Eure Mitarbeitenden einen motivierenden Abend! Schreibt uns an team@gerne-montag.de Ihr sucht eine 1:1-Unterstützung in Eurem (Arbeits-)Alltag oder müsst gerade eine Krise meistern? Gerne unterstützten wir Euch! www.gerne-montag.de/anfrage Buch-Tipp: Impulsbuch: "Nie wieder arbeiten! - Impulse, die dir helfen, das zu lieben was du tust!" www.gerne-montag.de/impulsbuch Weitere Infos unter: www.gerne-montag.de „gerne Montag“ – der Podcast über Sinn, Gewohnheiten und neue Perspektiven.

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00:00:00: Ja, da wird wieder eine Uhr umgedreht.

00:00:03: Wunderbar!

00:00:03: Eine Sanduhr ist rieselt durch zweimal fünf Minuten.

00:00:07: Euer Lieblings-Podcast.

00:00:09: Gerne Montag.

00:00:11: Der Podcast gegen den Sonntagsbluss mit Andi Weiß und

00:00:13: Stefan Schwadmeter.

00:00:14: Das sind wir wieder... Und wir

00:00:16: haben schon einen

00:00:18: Gedanken formuliert.

00:00:19: das war vor zwei Wochen glaube ich in der Folge.

00:00:23: Da hast du gesprochen über Moos Hammer legendärer Modeschöpfer aus München.

00:00:29: Kannst du vielleicht noch mal kurz erklären, der Gedankengang damals?

00:00:32: Naja wir waren an dem Punkt moosamer schillernde Persönlichkeit und oft ist es ja so dann wenn irgendeine Krise ist.

00:00:40: in dem Fall wurde er ermordet damals.

00:00:43: Ich glaube von einem Mann den er im Bahnhofsviertel im Taxi mit aufgegabelt hat und er wollte sich glaub ich auch ein bisschen mehr als nur unterhalten mit ihm aus Geld gründen, ich weiß gar nicht die Story dahinter.

00:01:00: Hat er ihm dann um die Ecke gebracht.

00:01:01: so und oft ist es ja so dass dann eigentlich erst durch so eine Tat ein Einblick in das eigentliche Leben kommt.

00:01:10: Und jetzt kommt da einen Einblick und da waren wir stehen geblieben vor zwei Wochen.

00:01:14: oder war man im Punkt?

00:01:15: Jetzt kommt da über so ne schillende Persönlichkeit plötzlich, kriegt man einen Ein Blick in solche Abgründe sagen wir mal so Und es war spannend zu überlegen, vor zwei Wochen haben wir gesagt, komisch ist gibt Leute wie Damosi.

00:01:32: Da lief die ganze Stadt auf bei seiner Beerdigung und hat Abschied von unserem Mosi genommen.

00:01:39: Wenn man jetzt aber das was er als Mensch gestaltet gelebt und getan hat einem anderen Menschen entdecken wird, sei mal so Hätte der vielleicht nicht zwingend die gleiche Gunst und würde vielleicht sogar verteufelt werden.

00:01:54: oder große Regenbogenpresse, würde das Wochenlang ausschlachten.

00:01:58: Hier exklusive Einblicke in das bizarre Leben von da-ba-bar so.

00:02:04: Gut ich meine von der Presse her, ich glaube dass die Presse immer guckt wie kommt was an?

00:02:09: Ja wo kann man Öl aufs Feuer gießen?

00:02:11: Und wo lässt man es lieber?

00:02:13: weil man möchte ja eigentlich nur leser oder Zuhörer, oder Zuschauer.

00:02:17: Also man möchte ja eigentlich nur geliebt werden und vielleicht ein bisschen provozieren aber nicht zu sehr.

00:02:24: Es gilt für alle Menschen die Podcast machen auch wir wollen auch nur gelIEBT werden.

00:02:28: Und der Schöne ist ihr liebt uns!

00:02:29: Das spüren wie hier durch den Kopfhörer.

00:02:32: Das

00:02:32: sagen wir jetzt einfach so.

00:02:33: ne?

00:02:36: Wir

00:02:37: fühlen uns geliebt.

00:02:38: Deswegen ist die Presse oft da kein Spiegel in dem Sinne sondern die wollen natürlich vor allem die Regenbogenpresse.

00:02:44: Aber jetzt mal so ein Mosi, der war natürlich immer irgendwo schillernd.

00:02:49: Er war ja auch wahnsinnig gutmütig.

00:02:52: Ist das vielleicht?

00:02:53: Also er hat wahnsinn viel Geld gegeben an Arme und sehr viel Wohltat.

00:02:59: Du bist ja Profi!

00:03:00: Wann schlachtet die Presseisoraus und wann schlacht ihr die Presseisora?

00:03:05: Das kann man gar nicht festmachen.

00:03:06: Da gibt es keine Schablone.

00:03:08: Einer fängt plötzlich an... Ah, okay.

00:03:11: Das man sagt ok einer plötzlich haut da rein und dann gehen die anderen entweder mit und es war auch eine andere Zeit.

00:03:17: also damals gab's eben doch wieder beim Internet und wir landen immer wieder natürlich dar.

00:03:23: das ist heutzutage also meine Meinung.

00:03:25: jetzt heutzuthage rennt ja die Presse nur noch dem internet hinterher letztendlich als wenn du zum Beispiel du hast jetzt irgendein Thema dass aufgegriffen wird durch Social Media und wird durchs Dorf getrieben gut oder schlecht, sei mal dahingestellt.

00:03:40: Und dann kommt die Presse und hüpft drauf, muss drauf hüpfen erstmal.

00:03:44: Ja okay ja da gibt's ein Thema.

00:03:47: hinterherrennen bitte das ist wichtig so.

00:03:49: und dann fangen sie an vielleicht sogar die Qualitätsmedien fangen dann an zu recherchieren

00:03:55: bis

00:03:55: die fertig sind.

00:03:56: dabei ist es schon längst wieder nächstes Thema da.

00:04:00: Das heißt das Interesse ist dann gar nicht mehr so groß.

00:04:02: und deswegen ist die Frage wie tief kann man überhaupt noch recherchiren?

00:04:10: objektiv einordnen.

00:04:11: Das ist mittlerweile echt schwierig und das betrifft gar nicht mal die Presse, ich glaube es betrifgt uns alle im täglichen Leben.

00:04:18: Wir bekommen übers Internet Dinge plötzlich auf unser Handy mit dem wir eigentlich nichts zu tun haben aber müssen eine Meinung dazu haben.

00:04:28: ja weil plötzlich jemand anderes damit anfängt.

00:04:30: du hast so das gelesen.

00:04:31: da ist ne habe Wenn ich rückstelle, was muss ich?

00:04:34: Ah ja.

00:04:35: Wichtig!

00:04:36: Oder hast du gesehen, was der gemacht hat?

00:04:38: Habe ich nicht gelesen, die so... Ja das stand auf seinem Instagram-Profil.

00:04:43: Wo ich sage, ich habe sein Instagram-Profil jetzt nicht.

00:04:46: Also es wird immer kleinteiliger aber alles gleich wichtig.

00:04:50: Ja und ich merke das so oft wenn ich Menschen treffe.

00:04:57: Das hab'

00:04:57: ich neulich wieder gehabt.

00:04:58: Nach langen Jahren jemandem gesehen Und ich musste eigentlich weiter.

00:05:03: Dann sagte er, oh ja wir haben uns trotzdem unterhalten weil wir uns lange nicht gesehen haben und ich musste noch weiterfahren.

00:05:08: also meine Zeit war knapp und der hat geredet gerede gereded war für mich was ganz Neues dass sich dass du

00:05:14: nicht zu Bock gekommen bist.

00:05:16: Aber der hat ganz viel von sich erzählt und dann beendet er das Geld, was bei dir los ist weiß ich ja, ich folgte auf Instagram.

00:05:24: Super!

00:05:26: Also wenn A-Instagram alles über mich erzählen würde, wer ich wollte, was ich bin, hätte ich ein armes Leben.

00:05:33: Und wie schade darauf zu reduzieren.

00:05:37: Ich hatte auch gar kein Bedürfnis das jetzt noch anders darzustellen.

00:05:43: Sagt ja auch was, so wie du sagst.

00:05:44: Hast du schon gesehen?

00:05:45: Was der macht oder die auch immer?

00:05:48: Also das ist eine Frage der Identität.

00:05:49: Noch mal zu dieser Frage.

00:05:50: Du sagst naja... ...Mosi war wohltätig!

00:05:55: Ist es auch sowas?

00:05:56: Ich meine ich denke jetzt an FC Bayern nicht Rummenigge sondern...

00:06:03: Hönes?

00:06:04: Danke.

00:06:04: Ja

00:06:05: gerne.

00:06:05: So wie zum Fußballverkehr.

00:06:07: Der Uli.

00:06:09: Der ja auch ein sehr wohltädiger Mensch ist Ganz viel gibt, und wie auch immer als das Steuer-Skandal kam.

00:06:17: Und wurde der ja auch sehr ambivalent behandelt.

00:06:23: Die einen die sich da schützen hingestellt haben... ...und die anderen die gesagt haben... Gschied im Recht oder so.

00:06:33: Und das ist ja manchmal spannend finde ich.

00:06:35: also gerade wenn du sagst rechts um Wenn wenn eine wenn die Beurteilung sachlich wäre würde ich es nochmal nachvollziehen, eher nachvollzehnen können als diese Wut die dann teilweise kommt.

00:06:52: Dass man mal so eine Wut dabei geschieht im Recht, ja.

00:06:54: Ja endlich!

00:06:55: Da war er oder... Oder war es so oder so?

00:06:59: Wahrscheinlich Sechsgefähnte das gesagt haben wir.

00:07:01: Irgendeine Wut was auch immer und wo auch immer her begründet kommt dann raus.

00:07:07: Und das finde ich immer so gespannt, dass es keine sachliche Begründung gibt Sondern dass es so eine Bauchentscheidung ist ob der jetzt sich so verhalten darf und der sich so Verhalten darf.

00:07:17: Aber

00:07:17: würde es eine Partei zum Beispiel, wenn jetzt eine Partie sagt wir gehen nur, wir regieren nur nach Fakten.

00:07:24: Würde diese überhaupt schaffen?

00:07:26: Nein, mir glaube ich nicht.

00:07:28: Es

00:07:28: läuft ja alles über Gefühle.

00:07:31: Die Börse läuft über Gefühl.

00:07:35: Da ist das Gefühl ganz oben nicht irgendwie sachlich.

00:07:38: wie steht die Firma wirklich da?

00:07:40: oder wie ist die Situation momentan?

00:07:42: Und jeder weiß, dass die Börse normalerweise durchhalten heißt.

00:07:46: Durchhalten?

00:07:47: Nee!

00:07:47: Dann wird da heute alles verkauft morgen wieder alles gekauft und so.

00:07:52: Also das ist ja Spiegelung eigentlich der Seele, Spiegelung der Gefühle.

00:07:59: Das würde ja wiederum bedeuten wenn man das jetzt mal nicht nur anklagend denkt sondern entlasten denkt.

00:08:06: Das heißt ja so wie wir uns für oder gegen Menschen nach Gefühl entscheiden Könnten wir uns ja eigentlich, also statt gegen einen Menschen auch mal aus Gefühl für einen Menschen entscheiden.

00:08:21: Ja kann man auf jeden Fall, das ist halt vielleicht schwieriger wenn es gegen den Strom ist?

00:08:26: Ja aber es ist ja vielleicht mein Beschluss, vielleicht tut's mir mal gut!

00:08:29: Ich beschließe dass ich dich jetzt nicht blöd finde oder ich beschliese stichwort Gutvermutung.

00:08:36: Ich beschließe, dass ich nicht glaube, dass du mir absichtlich jetzt was Böses willst.

00:08:42: Wir machen sehr immer wieder Gedanken wie können wir denn mit unseren Blusigkeiten am Sonntag spazieren?

00:08:48: Stimmt!

00:08:49: Und wir haben ja da wahrscheinlich vielleicht wenn ihr jetzt mal gerade eure süßen Eudlein schließt und imaginiert was euch Kopf- oder Bauchkrummen bereitet, wenn ihr an morgen denkt... Vielleicht fällt euch da schon ein Kollege an.

00:09:06: Welche Auswirkungen würde es denn auf das heutige Bauchkommel schon haben, wenn ich die Person, die mir jetzt einfällt?

00:09:13: Wenn ich beschließe, dass sich die ab morgen positiv sehen?

00:09:19: Das wird einen riesen Unterschied machen.

00:09:22: Glaub' ich schon!

00:09:23: Wenn man am Sonntag sagt, ich weiß morgen, oh nee, dann sehe ich den wieder.

00:09:28: und wenn ich aber mir mal Vorstelle einfache... Ich wäre jetzt mit dem oder derjenigen befreundet.

00:09:34: Und man würde ein Bierchen trinken gehen und es wär super und so, dann würd ich zumindest dieses Gefühl am Sonntag weichen.

00:09:42: Am Montag kann's ja immer noch kommen.

00:09:44: Ja spätestens wenn der Kollege kommt?

00:09:45: Richtig!

00:09:47: Aber der Sonntags war schön beim Mal sehen.

00:09:48: Beim den sich schön gewohnt hat.

00:09:49: Ja bringen Bier mit, da gehts vielleicht.

00:09:51: aber das finde ich interessant.

00:09:53: also zu sagen dreh einfach mal alles um.

00:09:56: Vielleicht könnt ihr das eine Quintessent sein?

00:09:59: Ich drehe einfach dieses Gefühl mal um.

00:10:02: Ich habe das manchmal, da fahre ich irgendwo hin und manchmal... also ich spiele jetzt seit zwanzig Jahren Konzerte, zu vielen Veranstaltern fahrei ich hin und ich kenne die schon seit, weil ich da schon zum fünften sechsten Mal spielen.

00:10:16: Manche kenne ich nicht und beim manchen flutscht im Vorfeld die Kommunikation, merke ich und bei manchen ist es spannend.

00:10:22: was wird das sein, wer mir da trifft?

00:10:24: Und ich hab mir angewöhnt, auf der Fahrt hin zu beschließen.

00:10:27: Ich weiß!

00:10:28: Ich werde da zurückfahren oder nach dem Konzert wieder ins Auto steigen und werde sagen das war eine gute Begegnung.

00:10:34: Das weiß ich ja auch wenn es mir aus irgendeinem Grund vielleicht jetzt gerade marken.

00:10:39: Ich weiss es aus Erfahrung so die Erfahrungen sprich dagegen bin nun nie ins Auto gestiegen habe gesagt so Jetzt geht die Welt unter oder jetzt ist was Schlimmes passiert war noch nie so.

00:10:47: ich weißes und das ist für mich mal so eine Entschlusssache.

00:10:51: ich weiß ich gehe daraus und es wird ne gute Begehung gewesen sein.

00:10:54: Punkt Das

00:10:54: ist auch schön.

00:10:56: Und wenn ich was Großes vor mir habe, dann denke ich immer an das, was danach ist.

00:11:01: Also beispielsweise... Wenn ich jetzt weiß, oh, ich hab morgen Nachmittag irgendetwas, wo ich sage, poh!

00:11:08: Wo es dann krummelt schon?

00:11:10: Denk mal ja um siebzehn Uhr da ist es eh schon vorbei.

00:11:16: Es ist nur in diesem Zeitfenster, es wird nicht länger sein.

00:11:21: Alles vergänglich, alles Phasen.

00:11:23: Vergänglich ist auch der Tipp von Martina Weiß, weil er kommt jetzt nämlich und danach ist er auch vorbei.

00:11:28: aber wir wollen ihn jetzt hören.

00:11:29: Aber

00:11:29: trotzdem ist es ein Tipp für die Ewigkeit.

00:11:35: Na klar!

00:11:36: Das war jetzt spannend mit dem Osium im Höhenes und ich habe überlegt woher's kommen kann dass wir in der Öffentlichkeit so unterschiedlich mit Menschen umgehen.

00:11:47: das kommt daher dass durch starke Bilder eine Vorstellung entsteht.

00:11:52: Eine Erzählung, eine Geschichte also ein Narrativ und das wird weitergegeben und weiter gegeben und verstärkt sich immer mehr.

00:12:02: und dann passiert dieses einer fängt an.

00:12:05: alle machen mit von dem der Stefan gesprochen hat Und ganz ehrlich Starke Bilder und Geschichten funktionieren auch in unserem Leben ein bisschen

00:12:17: zufriedener

00:12:18: zu sein.

00:12:19: Ich arbeite ja mit Therapeuten, die noch in der Ausbildung sind und ab und zu kommt mal jemand und sagt Boah diese Mutter von diesem Kind das ich gerade behandle oder dieser Vater, ich komme echt nicht klar mit ihm!

00:12:33: Der wertet mich ständig ab, der provoziert mich und egal was ich vorschlage er macht es nicht besser.

00:12:42: Aber jede Woche kommt er wieder und schimpft über das Kind, und der merkt ja gar nicht dass er dem Kind überhaupt nicht das gibt was das Kind eigentlich braucht!

00:12:51: Und dann wären wir in der Gruppensupervision mit mehreren Teilnehmern normalerweise kurz davor, dass denn alle schimpfen über diesen Vater oder diese Mutter.

00:13:00: und damit es nicht passiert weil das ist so gar nicht zielführend ich liebe dieses Wort zielführend Stoppe ich meistens an der Stelle und frage nach der Biografie dieses Vaters.

00:13:14: Ich nehme jetzt mal einen Vater, okay?

00:13:16: Den habe ich gerade nämlich als Bild!

00:13:18: Und wenn bisher niemand den Vater interviewt hat zu seiner Biographie, zu seiner Kindheit und zum Umgang seiner Eltern mit ihm dann ist das erst einmal der Auftrag an diesen jungen Therapeuten oder diese junge Therapeutin dass es mir schon oft geholfen hat, wenn ich mir diesen Vater vorstelle.

00:13:40: Erst mal als Baby ganz klein und hilflos, ganz abhängig von seiner Umwelt und angewiesen auf andere.

00:13:48: Und dann stelle ich mir vor wie er mit der Zeit versucht hat sich gegen Frustrationen und Angriffe zu wappnen und zu verteidigen.

00:13:57: Und wir manchmal traurig war aber zum Beispiel über das Zeigen von Leistung geschafft hat, dass er nicht mehr so oft angegriffen wird.

00:14:06: Dass er endlich respektiert und Erfolg hat.

00:14:10: Und wahrscheinlich hat er auch gehofft, dass der dann geliebt wird.

00:14:15: Und diese Gedanken imaginiere ich ausführlich – wir gehen in die Vorstellung!

00:14:22: Dann ist es meist ganz still und plötzlich verändert sich die Atmosphäre.

00:14:27: Und dann kann ich sagen, wenn wir den Eltern nicht ein bisschen das geben was sie als Kind selbst vermisst haben oder gebraucht hätten.

00:14:36: Wie sollen Sie es an Ihren Kindern geben?

00:14:39: Das nennt man komplementäre Beziehungsgestaltung.

00:14:42: Das heißt ganz einfach du gehst nicht in die gleiche Haltung wieder gegenüber.

00:14:47: Wenn jemand hart ist wirst Du nicht auch hart.

00:14:50: Wenn jemand abwertet wertest Du nicht zurück ab.

00:14:54: Wenn jemand im Mangel ist, gehst du nicht auch in den Mangel sondern du gibst das was fehlt.

00:15:01: Nicht perfekt!

00:15:02: Nicht immer aber bewusst.

00:15:04: und das Verrückte ist ganz oft reagieren Menschen darauf.

00:15:08: Nicht weil Du sie verändert hast sondern weil Du ihnen einen Raum gibst indem Sie anders

00:15:15: sein können.

00:15:16: Und vielleicht ist das der kleine Gegenentwurf zu dem, was wir am Anfang besprochen haben.

00:15:21: Während draußen Narrative entstehen die Menschen festlegen können wir im kleinen Anfang menscheninnerlich wieder ein Stück offen zu lassen.

00:15:32: Mein Impuls für die Woche wenn du jemanden vor dir hast bei dem dein Urteil schon fest steht Dann probier mal bewusst was anderes.

00:15:40: Stell dir nicht vor wie diese Person ist, sondern stell dir vor was ihr vielleicht gefehlt hat und dann begegne ihr für einen Moment so als dürfte sie auch eine ganz andere Seite haben!

00:15:53: Du musst nichts glauben du musst nichts schön reden aber du öffnest eine Möglichkeit und manchmal reicht genau das damit sich etwas verändert.

00:16:05: Sensational

00:16:06: Ich hab nicht so viel versprochen.

00:16:08: Natürlich nicht!

00:16:09: So, das war's?

00:16:11: Heute wieder unser Podcast gerne Montag der Podcast gegen den Sonntagsblues mit Andi Weiß und

00:16:16: Stefan Schwaben.

00:16:17: Kommt gut durch die Woche.

00:16:18: wir freuen uns auf nächstes Mal.

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